Die Geschichte
Die Anfänge in Korea
Taekwondo hat seinen Ursprung in Korea, wo bereits vor über 2.000 Jahren traditionelle Kampfkünste wie Taekkyeon und Subak praktiziert wurden. Diese frühen Kampfsysteme dienten der Selbstverteidigung, der körperlichen Ausbildung und der Schulung von Disziplin und Charakter. Besonders Fußtechniken spielten schon damals eine wichtige Rolle und prägten den späteren Stil des Taekwondo.
Unterdrückung und Erhalt der Kampfkunst
Während der japanischen Besatzung Koreas von 1910 bis 1945 wurde die Ausübung koreanischer Kultur und Kampfkünste durch Japan stark eingeschränkt oder verboten. Viele koreanische Kampfkünstler praktizierten ihre Techniken heimlich oder hielten das Wissen innerhalb kleiner Gruppen am Leben. Trotz dieser Unterdrückung überlebten die Wurzeln des Taekwondo und konnten nach dem Ende der Besatzung wieder offen weitergegeben werden.
Die Entstehung des modernen Taekwondo
Nach dem Zweiten Weltkrieg begannen koreanische Meister, verschiedene Kampfstile zu vereinen und weiterzuentwickeln. Im Jahr 1955 erhielt diese Kampfkunst offiziell den Namen Taekwondo, was „der Weg von Fuß und Hand“ bedeutet. Ziel war es, eine einheitliche Kampfkunst zu schaffen, die Tradition, Disziplin und moderne Trainingsmethoden miteinander verbindet.
Internationale Entwicklung und Wettkampfsport
In den folgenden Jahrzehnten verbreitete sich Taekwondo weltweit und entwickelte sich zu einem organisierten Wettkampfsport. Durch einheitliche Regeln, Prüfungsordnungen und internationale Verbände wurde Taekwondo global anerkannt und schließlich olympische Disziplin. Damit gewann die Kampfkunst internationale Bedeutung und Popularität.
Taekwondo in Deutschland
Nach Deutschland kam Taekwondo in den 1960er- und 1970er-Jahren und etablierte sich schnell als Sport für alle Altersgruppen. Heute wird Taekwondo hierzulande sowohl als Breitensport als auch als Leistungssport betrieben und steht für körperliche Fitness, mentale Stärke sowie Werte wie Respekt, Disziplin und Fairness.